Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag von Andreas Ostheimer, Betreiber von Haushaltstipps – meinhaushalt.at, der Website mit Tipps und Tricks rund um den Haushalt.
Der nächste Winter kommt bestimmt und deshalb sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man in der kalten Jahreszeit beim Heizen Geld sparen könnte. Es gibt fast immer Optimierungsmöglichkeiten und im Gegensatz zu Strom ist das Sparpotential beim Heizen um ein vielfaches höher!
Nutzen Sie daher die folgenden 10 Tipps und lassen Sie sich dazu anregen sich Gedanken über die möglichen Maßnahmen zu machen.
1. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Heizkörper die Wärme ungehindert abstrahlen können. Wenn der Heizungskörper hinter einem dicken Vorhang unter dem Fenster steht, dann wird sehr viel Wärme durch das Fenster verloren gehen.
2. Dämmen Sie Ihre Warmwasserleitungen. Falls Sie ein Einfamilienhaus besitzen und die Warmwasserleitungen nicht wärmegedämmt sind, dann verschenken Sie bares Geld. Alle Leitungen, die Warmwasser führen sollten gedämmt sein. Wärme sollte gezielt über die Radiatoren bzw. Heizkörper abgegeben werden.
3. Schließen Sie Ihre Rollläden in der Nacht und minimieren Sie dadurch die hohen Wärmeverluste bei Fenstern.
4. Entlüften Sie regelmäßig (mindestens 1 Mal im Jahr) Ihre Heizkörper, sodass sich keine Luft sammelt. Entlüftungsschlüssel gibt es in jedem Baumarkt.
5. Senken Sie die Temperatur ab und sparen Sie so eine Menge Geld. Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart mehrere Prozent bei den Heizkosten. Nutzen Sie diesen Hebel und finden Sie die niedrigste angenehme Temperatur für Sie. Orientieren Sie sich an den folgenden Temperaturwerten:
- Wohnzimmer: 20 – 22°C
- Schlafzimmer 18 -20°C
- Arbeitszimmer 18 – 20°C
- Kinderzimmer 20-22°C
- Küche 20°C
- Badezimmer 24°C bzw. Elektrostrahler kurz vor dem Duschen oder Baden einsetzen
6. Wenn Sie im Winter lüften, dann öffnen Sie die Fenster kurz und weit. Langes Lüften sorgt dafür, dass die Wände auskühlen. Das bringt zusätzliche Heizkosten und Schimmel durch die kondensierende Luftfeuchtigkeit. Drehen Sie während dem Lüften die Heizkörper ab, bzw. auf eine niedrigere Temperatur.
7. Lassen Sie Ihre Heizungsanlage überprüfen und informieren Sie sich ob sich ein Wechsel auf eine andere Heizung bzw. Heizungstyp rentieren würde. In vielen Fällen werden alte Heizungen betrieben, die man mit den existierenden Förderungen rentabel gegen neue Heizkessel tauschen könnte.
8. Überprüfen Sie die Dichtungen Ihrer Fenster und Türen. Zieht es bei Ihren Fenstern kalt hinein? Dann sollten Sie sich die Dichtungen ansehen bzw. das Fenster einrichten lassen.
9. Falls Sie mit Gas oder Strom heizen, sollten Sie online die Tarife für Ihren Verbrauch vergleichen. Möglicherweise gibt es bei anderen Anbietern Tarife, die für Sie billiger sind.
10. Sehen Sie sich alternative Heizungsarten an. Haben Sie einen Kaminanschluss und Zugang zu billigem Holz? Möglicherweise ist eine Holzheizung zum zusätzlichen Heizen für Sie das Richtige. Auch eine Solaranlage am Dach für die Erzeugung von warmen Wasser oder Strom
kann Geld sparen. Rechnen Sie sich die Errichtungskosten einer solchen Solaranlage durch und vergessen Sie nicht die derzeit hohen Förderungen mit einzuberechnen.
