Archiv für die Kategorie „Allgemeines“

10 Tipps fürs Sparen beim Heizen

Donnerstag, 11. März 2010

Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag von Andreas Ostheimer, Betreiber von Haushaltstipps – meinhaushalt.at, der Website mit Tipps und Tricks rund um den Haushalt.

Der nächste Winter kommt bestimmt und deshalb sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man in der kalten Jahreszeit beim Heizen Geld sparen könnte. Es gibt fast immer Optimierungsmöglichkeiten und im Gegensatz zu Strom ist das Sparpotential beim Heizen um ein vielfaches höher!
Nutzen Sie daher die folgenden 10 Tipps und lassen Sie sich dazu anregen sich Gedanken über die möglichen Maßnahmen zu machen.

1. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Heizkörper die Wärme ungehindert abstrahlen können. Wenn der Heizungskörper hinter einem dicken Vorhang unter dem Fenster steht, dann wird sehr viel Wärme durch das Fenster verloren gehen.

2. Dämmen Sie Ihre Warmwasserleitungen. Falls Sie ein Einfamilienhaus besitzen und die Warmwasserleitungen nicht wärmegedämmt sind, dann verschenken Sie bares Geld. Alle Leitungen, die Warmwasser führen sollten gedämmt sein. Wärme sollte gezielt über die Radiatoren bzw. Heizkörper abgegeben werden.

3. Schließen Sie Ihre Rollläden in der Nacht und minimieren Sie dadurch die hohen Wärmeverluste bei Fenstern.

4. Entlüften Sie regelmäßig (mindestens 1 Mal im Jahr) Ihre Heizkörper, sodass sich keine Luft sammelt. Entlüftungsschlüssel gibt es in jedem Baumarkt.

5. Senken Sie die Temperatur ab und sparen Sie so eine Menge Geld. Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart mehrere Prozent bei den Heizkosten. Nutzen Sie diesen Hebel und finden Sie die niedrigste angenehme Temperatur für Sie. Orientieren Sie sich an den folgenden Temperaturwerten:

- Wohnzimmer: 20 – 22°C

- Schlafzimmer 18 -20°C

- Arbeitszimmer 18 – 20°C

- Kinderzimmer 20-22°C

- Küche 20°C

- Badezimmer 24°C bzw. Elektrostrahler kurz vor dem Duschen oder Baden einsetzen

6. Wenn Sie im Winter lüften, dann öffnen Sie die Fenster kurz und weit. Langes Lüften sorgt dafür, dass die Wände auskühlen. Das bringt zusätzliche Heizkosten und Schimmel durch die kondensierende Luftfeuchtigkeit. Drehen Sie während dem Lüften die Heizkörper ab, bzw. auf eine niedrigere Temperatur.

7. Lassen Sie Ihre Heizungsanlage überprüfen und informieren Sie sich ob sich ein Wechsel auf eine andere Heizung bzw. Heizungstyp rentieren würde. In vielen Fällen werden alte Heizungen betrieben, die man mit den existierenden Förderungen rentabel gegen neue Heizkessel tauschen könnte.

8. Überprüfen Sie die Dichtungen Ihrer Fenster und Türen. Zieht es bei Ihren Fenstern kalt hinein? Dann sollten Sie sich die Dichtungen ansehen bzw. das Fenster einrichten lassen.

9. Falls Sie mit Gas oder Strom heizen, sollten Sie online die Tarife für Ihren Verbrauch vergleichen. Möglicherweise gibt es bei anderen Anbietern Tarife, die für Sie billiger sind.

10. Sehen Sie sich alternative Heizungsarten an. Haben Sie einen Kaminanschluss und Zugang zu billigem Holz? Möglicherweise ist eine Holzheizung zum zusätzlichen Heizen für Sie das Richtige. Auch eine Solaranlage am Dach für die Erzeugung von warmen Wasser oder Strom
kann Geld sparen. Rechnen Sie sich die Errichtungskosten einer solchen Solaranlage durch und vergessen Sie nicht die derzeit hohen Förderungen mit einzuberechnen.

Photovoltaik eine nützliche Investition?

Mittwoch, 17. Februar 2010

Photovoltaik und Solarthermie vereint in einem Modul

Durch die Förderung der Solarenergie ist die Investition in eine Photovoltaikanlage für viele Hausbesitzer eine lukrative Investition. Die Zuschüsse für Photovoltaik werden zwar immer weiter herabgesenkt, jedoch in diesem Zusammenhang werden auch die Preise für derartige Anlagen sinken. Eine bisher noch nicht am Markt durchgesetzte Form der Umwandlung von Solarenergie in für den Menschen nutzbare Energie ist die Vereinigung von Photovoltaik und Solarthermie in einem Solarhybridmodul. Die Problematik, die sich bei derartigen Solarmodulen stellt, ist der schwer zu erreichende hohe Wirkungsgrad, der z. Zt. bei herkömmlichen Photovoltaikanlagen höher ist. Wer sich entschließt, das hauseigene Dach mit Photovoltaikmodulen auszustatten, sollte sich die Mühe machen und sich bereits im Vorfeld wesentliche Informationen einholen. Auch bei der Wahl des Installationsbetriebes, sollte man keine überstürzte Entscheidung treffen. Hier kann es unter Umständen sehr sinnvoll sein, die Preise bzw. Angebote unterschiedlicher Anbieter zu vergleichen. In den meisten Fällen lässt sich auf diesem Weg viel Geld sparen.

CO2-neutrale Energieerzeugung

Donnerstag, 11. Februar 2010

Ruderatshofen/Marktoberdorf– Zu einer Informationsveranstaltung über die Energiegewinnung aus Biomasse und den Sachstand der Versorgung sowie des Netzausbaus lud die Fernwärme-Marktoberdorf e.G. Kunden und Interessierte ein. Als Veranstaltungsort hatte die Genossenschaft ihren innovativen Energielieferanten, die Futtertrocknungsanlage Ruderatshofen, gewählt.

Bürgermeister Werner Himmer, Vorsitzender der Fernwärme-Martoberdorf e.G., eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die zahlreichen interessierten Bürger. Die Stadt Marktoberdorf sei mit 60 Prozent an der Fernwärmegenossenschaft beteiligt und seit Fertigstellung des 1. Bauab- schnittes im Oktober letzten Jahres, zusammen mit dem Traktorenhersteller AGCO-Fendt, deren Hauptnutzer. Als Vertreter des Gastgebers trug anschließend der Geschäftsführer der Futtertrocknung Ruderatshofen e. G., Karl Engert, zum Konzept und zur Technik der Energieerzeugung vor. Kern der Entwicklung und des Baues des Heizkraftwerkes sei die intelligente Zusammenführung der Nutzung erneuerbarer Energien mit dem technischen Konzept der Kraft-Wärmekopplung. Betriebswirtschaftlich besonders lohnend sei die ganzjährige Auslastung der Anlage durch die Geschäftsfelder „Futtertrocknung im Sommer“ und Heizenergielieferung im Winter.

Als Nebenprodukt zu den 18 Megawatt (MW) thermischer Energie liefere das Werk 2 MW elektrische Leistung, die in das Stromnetz eingespeist würden. Die Gewinnung der zur Energieerzeugung erforderlichen Biomassebrennstoffe sei im Landkreis gesichert, stellte der nachfolgende Referent Herr Husel fest. Neben anderen kleineren Lieferanten sei die Forstbetriebsgenossenschaft (FBG) Ostallgäu vertraglich verpflichtet den Bedarf an Hackschnitzeln zu decken. Aus den 41000 Hektar der durch die FBG bewirtschafteten Waldflächen fällt mit 10 bis 15 Prozent (%) Hackschnitzelabfällen genügend Biomassebrennstoff an. Zur Absicherung des Spitzenbedarfs wird das neue Konzept des „Energiewaldes“ auf Flächen der Stadt Marktoberdorf erprobt. Hierzu soll, zunächst auf einem 1,5 Hektar großen Areal, die schnellwüchsige Max3-Pappel maschinell angepflanzt und erstmalig nach zehn Jahren auch maschinell geerntet werden. Die Wachstums-Ernte- zyklen verkürzten sich später auf etwa drei Jahre.

Schließlich erläuterte die Ge-schäftsführerin der Fernwärmegenossenschaft Angelika Reichelt den Aufbau der Ge- nossenschaft, den Projektstand mit seiner praktischen Umsetzung für den heutigen und den künftigen Nutzer, sowie die Vorteile, die sich für dieselben ergäben. Neben Kostenvorteilen im Vergleich zum Heizöl nannte sie den Raumzugewinn durch Wegfall der Heizanlage, die Einsparung von Investitions- und Nebenkosten für die konventionelle Heizung und den Komfort, der sich aus der ständigen Verfügbarkeit der Wärme ergäbe. Mit 1500 verkauften Megawattstunden habe die Genossenschaft 150000 Liter Heizöl und 450 Tonnen CO2-Emission eingespart.
Die im Weiteren ab 2010 geplanten Bauabschnitte umfassten den Anschluss der Meichelbeckstraße, der Jahn- der Kemptener-, der Greither- und der Peter-Dörfler Straße bis zur Vollendung eines Ringschlusses an der Hauptschule.

http://www.kreisbote.de

Der Artikel wurde freundlicherweise von http://blog.fernwaermeforum.net zur Verfügung gestellt.

Portal für Heizung und Haustechnik Interview mit dem Betreiber

Montag, 9. November 2009

In diesem Interview stellen wir Ihnen Herrn Zumbrink, den Betreiber des Portals für Heizungen und Haustechnik IBkammelter.de vor.

Hallo Herr Zumbrink, bitte stellen Sie sich kurz unseren Lesern vor.
Ich bin seit Anfang der 1970er Jahre im Bereich der Gebäudetechnik tätig, hier vor allem in den Gewerken der technischen Gebäudeausrüstung, Heizung-, Lüftung- und Sanitärtechnik. In den ersten knapp 20 Jahre meiner beruflichen Tätigkeit habe ich in ganz Deutschland den Neu- und Umbau von Krankenhäuser betreut. Dabei handelte es sich überwiegend um die Ausführungsplanung und die anschließende Bauleitung. Mein Hauptaugenmerk lag aber immer auf dem Planungsbereich, deswegen bin ich Ende der 1980er Jahre zu dem Ingenieurbüro Kammelter gewechselt, dessen Inhaber ich heute bin. Wir sind vor allem im Großanlagenbau im Bereich von Krankenhäusern, Hotels, größeren Betriebsgebäuden oder auch Heizkraftwerken tätig. Die Objekte werden von uns alle planerisch betreut und während der Ausführungsphase überwacht.

Sie betreuen die Website IBkammelter.de. Wie ist die Idee zu dieser Website entstanden?
Ursprünglich war die Website des Ingenieurbüros Kammelter eine reine Firmenwebsite, auf der wir unsere aktuellen Projekte vorgestellt und entsprechende Referenzlisten ausgewiesen haben. Die Website entstand Mitte der 1990er Jahre, wurde allerdings über lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt. Da ich schon immer Spaß daran hatte Websiten zu machen, habe ich mich Ende 2006 dazu entschlossen, die Seite zu einem Portal für Heizung und Haustechnik umzuwandeln und mehr Aktuelles aus der Haustechnik und fachtechnisches Wissen auf die Seite zu bringen.

Welches Ziel verfolgen Sie mit dieser Website? Welche Zielgruppe möchten Sie mit dieser Seite erreichen?
Die Zielgruppe der Seite sind eigentlich ambitionierte Bauherren, die eine passende Heizung für ihren Neubau suchen und Immobilienbesitzer, die ihre Heizungsanlage erneuern und das Gebäude energetisch sanieren möchten. Dazu kommen natürlich auch noch kleine Handwerksbetriebe die vielleicht neue Ideen für die eigene Kundschaft suchen. Damit hier ein besserer Austausch von Meinungen und Informationen erfolgen kann, habe ich jetzt auch ein Forum und einen Blog installiert.

Sie arbeiten selber in einem Ingenieursbüro. Konnten Sie in den letzten Jahren bei Ihren Kunden einen verstärkten Trend  zu regenerativen Energien feststellen?

Sicher ist hier ein Trend zu einem verstärkten Einsatz von regenerativen Energien zu spüren. Man muss allerdings sagen, dass im Bereich unserer Projekte und das sind vor allem sehr große Bauvorhaben, regenerative Energien so gut wie nicht eingesetzt werden. Der Grund dafür ist eigentlich recht simpel: Es gibt bei solchen Bauvorhaben Budgets für die Investitionen. Wenn ich einem Bauherren erkläre, er soll eine halbe Million Euro in eine Solaranlage stecken, damit er in 15 Jahren Geld spart, brauch ich mir um einen Auftrag keine Gedanken mehr zu machen. Was zum Teil gemacht wird, sind Blockheizkraftwerke zur Kraft-Wärme-Kopplung, gerade im Hotel und Krankenhausbau ist das interessant, weil hier fast immer Wärme und Strom benötigt wird.

Projekte die auf regenerative Energien setzen, funktionieren eigentlich nur bei staatlicher Förderung. Wir haben im Jahr 2000 die größte thermische Solaranlage in NRW geplant und während der Bauphase betreut. Die Anlage ist auf dem Dach eines Krankenhauses in 60 Meter Höhe installiert und hat eine Kollektorfläche von knapp 200 m². Die gewonnen Wärmeenergie wird ausschließlich für die Warmwasserversorgung genutzt. Das Projekt wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts durchgeführt und ist fast komplett im Rahmen des Programms Solarthermie 2000 staatlich gefördert worden. Ohne eine solche Förderung wäre ein derartiges Projekt für den Krankenhausbetreiber nicht möglich gewesen. Übrigens, die meisten Solarspeicher mit thermischen Klappen, die man heute in den Katalogen findet, wurden auf Basis dieser Forschungen mitentwickelt.

Sie bieten den Besuchern Ihrer Website viele Informationen über regenerative Energien. Amortisieren sich diese Heizsysteme schneller als z.B. eine Elektro- oder Gasheizung?
Ja, die Frage zur Gas- oder Elektroheizung kann sich eigentlich jeder schnell selber ausrechnen bei einem Strompreis von 14 Cent/kWh und einem Gaspreis von 5,76 Cent/kWh und es ist auch nicht davon auszugehen, das Strom deutlich günstiger als Gas werden dürfte. Bei der Amortisierung von Maßnahmen zur energetischen Sanierung bin ich immer dafür nichts zu pauschalisieren. Jedes Gebäude muss da wirklich gesondert betrachtet werden. Unter ökologischen Gesichtspunkten sieht das anders aus, da spare ich natürlich immer beim CO2-Ausstoß, wenn ich keine fossilen Brennstoffe wie Öl oder Gas verbrenne. Nur bei der Wirtschaftlichkeit vergessen viele, dass erst mal hohe Investitionen erforderlich sind, um überhaupt etwas an Energie zu sparen.

Neben Ihrer Website betreuen Sie auch einen Blog und ein Forum. Wie werden diese von Ihren Besuchern genutzt? Welchen Stellenwert messen Sie dem Internet  als Informationsquelle rund um die Themen Energie und Heiztechnologien bei?
Blog und Forum habe ich gerade erst online gestellt, da hoffe ich dass sich in den nächsten Wochen und Monaten mehr tut. Das Internet bietet eine Flut an Informationen und ich glaube, dass es für viele auch sehr verwirrend ist und leider dort auch oft mit Zahlen jongliert wird, die einfach falsch sind. Gerade mit dem Forum will ich auch versuchen Fragen zu beantworten. Es hatte sich in letzter Zeit gehäuft, dass mich Bauherren angerufen haben. Nur kann ich kein Planung am Telefon machen und im Forum können dann dies auch andere lesen und erhalten vielleicht die ein oder andere Antwort auf ihre Fragen.

Wie wird sich die Heizungsbranche aus Ihrer Sicht in den nächsten 20 Jahren entwickeln? Welche Heiztechnik wird einen Aufschwung erleben?
Die Frage ist recht schwierig. Vor einigen Jahren war die Brennstoffzelle noch das Nonplusultra, davon hört man nur noch wenig, da die Probleme bei der Erzeugung des Wasserstoffs wohl schwierig in den Griff zu kriegen sind. Gas, Öl und Kohle werden vermutlich auch die nächsten 20 Jahre kaum aus der Wärmeversorgung verschwinden, wobei der Anteil natürlich kleiner wird. Bei Neubauten sehe ich eigentlich kaum Probleme, die sind erstklassig gedämmt und können so auch mit regenerativen Energien gut beheizt werden. Problematischer sieht die Frage im Altbau-Bereich aus. Hier gibt es eigentlich viel zu viele Gebäude, die schlecht gedämmt und so für erneuerbare Energien ungeeignet sind. Vor allem fehlende Heizflächen in Form von Fußbodenheizung bzw Wandheizung können nur schwierig ersetzt werden.

Darf ich fragen, welche Heiztechnik Sie privat nutzen? Legen Sie großen Wert auf regenerative Energien?
Ich habe einen gasbefeuerten Standardkessel, der im Niedertemperaturbereich arbeitet. Die einzige regenerative Energie, die ich privat nutze, ist das Scheitholz in meinem Kamin, den ich in der Übergangszeit betreibe.

Wie alt ist Ihre Heizung? Steht bald eine Modernisierung an? (Wenn ja, welche Heizung haben Sie für die Modernisierung im Auge? Über welche Informationsquellen nutzen Sie?)
Wie oben schon ausgeführt, die Heizungstechnik ist schon etwas älter, so ungefähr 22 Jahre und bedürfte natürlich einer Sanierung. Die Schwierigkeit ist eigentlich, dass die Dämmung des Gebäudes schlecht ist. Die Wände bestehen aus ca. 80 cm starkem Sandstein und die Fassade kann man kaum dämmen, da auch noch die Fenster Stuck-Umfassungen haben. Das sind halt genau die Gebäude, wo ich eben echte Probleme sehe mit Umweltenergie zu arbeiten. Die einzige Chance, die ich derzeit sehe hier etwas zu sparen, ist eine Pelletheizung oder eine Kombination Pellet mit Scheitholz. Die Einsparungen bei den Brennstoffkosten dürften bei 50 Prozent liegen, dagegen stehen aber die relativ hohen Investitionen.

Vielen Dank Herr Zumbrink für das interessante Interview!

Gasheizung mit Warmwasserspeicher im Sommer nachts ausschalten?

Donnerstag, 27. August 2009

Sie sind Besitzer oder Besitzerin einer Gastherme oder Gas-Brennwerttherme mit einem indirekt beheizten Warmwasserspeicher für Brauchwasser. Oder nutzen Sie einen direkt beheizten Warmwasserspeicher mit Stromanschluss? Beides gut, denn dieser Artikel ist für Besitzer beider Varianten interessant. Wenn Sie Ihr Warmwasser nur am Abend, nach der Arbeit oder allgemein nur wenige Stunden am Tag brauchen, dann haben Sie doch sicherlich auch schon mal über die folgenden Fragen nachgedacht:

Soll ich meine Heizung, gerade im Sommer, in der Nachtruhe oder während meiner Arbeitszeit, nicht nur auf Sommerbetrieb stellen, sondern komplett abschalten? Verbraucht meine Therme mehr Gas im 24 Stunden Dauerbetrieb oder braucht das Aufheizen des Warmwasserspeichers nach der Arbeit mehr Energie? Kann ich mit der regelmäßigen Abschaltung auf Dauer Heizkosten sparen? In verschiedenen Foren bekommen Sie wage Aussagen und widersprüchliche Antworten auf diese Fragen. Gehen wir diesen Fragen auf den Grund und lassen die Zahlen sprechen.

Technische Daten eines durchschnittlichen Speichers

Wir gehen von einem durchschnittlichen Warmwasserspeicher mit folgenden technischen Daten aus:

  • Indirekt beheizter Warmwasserspeicher mit 300 Liter Fassungsvermögen
  • 1,5 m² Heizfläche des Wärmeübertragers
  • Maximale Leistungsaufnahme von 2,2 kW
  • 670 mm Durchmesser
  • Eine umschriebene Beispielrechnung

    1. Bei dieser Rechnung wird vom Wasserstillstand ausgegangen, also eine Nutzung des Warmwasser- speichers ohne zusätzliche Wasserentnahme.
    2. Im Dauerbetrieb benötigt der Warmwasserspeicher 1,86 kWh in 24 Stunden, um das Wasser auf Temperatur zu halten.
    3. Eine gute Speicherisolierung lässt bei modernen Kesseln Temperaturverluste von etwa 1°C in 24 Stunden zu.
    4. Die Erwärmung des Wassers von 10 °C auf 60 °C, also einem Temperaturunterschied von 50 °C, dauert ungefähr 24 Minuten.
    5. Den Temperaturunterschied von 1°C, den das Wasser in der Abschaltphase verliert kann der Wärmeübertrager also in weniger als einer Minute wieder ausgleichen.
    6. Wenn der Wärmeübertrager eine Minute mit der vollen Leistung von 2,2 kW läuft, werden etwa 0,04 kWh verbraucht.
    7. Ist die Gastherme dann beispielsweise noch vier Stunden im Dauerbetrieb, verbraucht Diese zusätzlich noch etwa 0,3 kWh. Zusammen gerechnet also 0,34 kWh.
    8. Wenn die Heizung nur morgens und abends für jeweils vier Stunden eingeschaltet wird, ergibt das auf den Monat gerechnet eine Sparmenge von 30 Tage x 0,34 kWh x 2 Heizintervalle = 20,4 kWh.

    Das Ergebnis

    Es werden also mit wenigen Handgriffen monatlich 20,4 kWh gespart. Da eine Kilowattstunde zurzeit etwa 5 Cent kostet, besteht die Möglichkeit monatlich einen guten Euro zu sparen. Das ist nicht die Welt, aber so können auch Sie Ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bei größeren Anlagen wächst die Sparmenge proportional und abhängig von der Isolationsleistung des Warmwasserspeichers mit. Bei einem direkt beheizten Wasserspeicher lässt sich, zur Aufwandserleichterung eine Zeitschaltuhr zwischenschalten. Sie bereichern also nicht nur sich durch diese Tipps, sondern auch Ihre Umwelt.

    Heizung Blog gestartet!

    Sonntag, 2. August 2009

    Liebe Leser,

    von nun an werde ich an dieser Stelle aktuelle Informationen zum Thema Heizung für Sie bereithalten und mit Ihnen diskutieren. Dies können Neuigkeiten aus der Heiztechnik Branche sein, Hersteller Aktionen aber auch Preisentwicklungen von Rohstoffen sowie politsche Themen, die die Heizungsindustrie betreffen.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie mir mit Ihren Kommentaren und Vorschlägen helfen, meine Artikel zu komplettieren und weitere interessante Themen aufzuwerfen.