Archiv für die Kategorie „Förderungen“

Förderungen für erneuerbare Energien – jetzt bei BAFA sichern!

Mittwoch, 2. September 2009

Seit dem 01.03.2009 gibt es neue Förderungsrichtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dieses Marktanreizprogramm (MAP) gilt von dem Jahr 2009 bis 2012 und ist ein Teil der neuen Förderungen. Pro Jahr stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung und der Großteil davon ist für das Marktanreizprogramm vorgesehen. Damit stiegen die Mittel für die Förderung erheblich. Zurzeit stehen noch 32 Prozent dieser Mittel zur Verfügung.

Förderung für Solaranlagen

Das BAFA unterscheidet die Förderungen in Basis-, Bonus- und Innovationsförderungen. Im Bereich Solar können Sie sich einen Teil der Investitionskosten erstatten lassen, wenn Sie eine Solaranlage für Warmwasserbereitung, für eine Kombination dieser mit einer Heizungsunterstützung, für die Bereitstellung von Prozesswärme oder für solare Kälteerzeugung kaufen. Weiterhin ist es bei der Basis- und der Innovationsförderung entscheidend, ob Sie ein bestehendes Gebäude besitzen oder einen Neubau. Als Neubau definiert das BAFA Häuser, die den Bauantrag oder die Bauanzeige nach dem 31.12.2008 gestellt haben.

Bis zu 105 Euro pro Quadratmeter möglich

Wenn Sie in Ihrem Haus eine Solaranlage einbauen, die nur für die Wasserbereitung zuständig sein soll, erhalten Sie für jeden Quadratmeter Kollektorfläche 60 Euro vom BAFA, jedoch mindestens 410 Euro. Im Neubau verhält es sich etwas anders, dort sind es nur 45 Euro/m² und nur mindestens 307,50 Euro. Bei einer Kombination aus der Wasserbereitung und einer Heizungsunterstützung mit einer Kollektorfläche bis 40 m² bekommen Sie den Höchstbetrag in der Basisförderung von 105 Euro/m². Im Neubau ebenfalls wieder etwas weniger, nämlich nur 78,75 Euro. Wenn Sie mehr als 40 m² Kollektorfläche haben und damit diese Kombination betreiben, verringert sich die Förderung ab dem 41. Quadratmeter auf 45 Euro beziehungsweise 33,75 Euro im Neubau.

Eine weitere Möglichkeit ist es, wenn Sie die Solaranlage für die Bereitstellung von Prozesswärme (Wärme für technische Prozesse und Verfahren, wie Schmieden) nutzen möchten. Dann erhalten Sie 105 Euro/m² bis zu einer Kollektorfläche bis 40 m² für ein bestehendes Gebäude sowie für einen Neubau. Die letzte Möglichkeit ist die solare Kälteerzeugung. Das BAFA zahlt Ihnen 105 Euro/m² im Gebäudebestand und 78,75 Euro/m² im Neubau für diese Art der Solaranlage. Ebenfalls können Sie eine bestehende Solaranlage auch erweitern, dann erhalten Sie allerdings nur 45 Euro/m² unabhängig von der Gebäudeart.

Mit Bonusförderung 750 Euro zusätzlich

Zusätzlich zu der Basisförderung gibt es fünf Bonusförderungen, die extra Geld in Ihr Portemonnaie bringen. Zum einen ist dies der Kesselaustauschbonus. Damit ist der Austausch eines Heizkessels gegen einen Öl- oder Gasbrennwertkessel gemeint. Dafür bekommen Sie 375 Euro, wenn Sie eine Warmwasserbereitung besitzen und 750 Euro bei den Kombinationen, der Prozesswärme und der Kälteerzeugung. Wenn Sie Ihre Solaranlage erweitern und dann auch Ihren Kessel austauschen möchten, erhalten Sie allerdings keinen Bonus. Dies gilt auch bei den anderen Bonusförderungen – Ausnahme: Umwälzpumpenbonus.

Der Kombinationsbonus bringt bei jeder Anlage zusätzlich 750 Euro und bedeutet, dass Sie eine förderfähige Biomassen- oder Wärmepumpenanlage zur Unterstützung der Kollektoren einbauen. Beim Umwälzpumpenbonus bekommen Sie 200 Euro für jede Heizungsanlage, wenn Sie eine besonders effiziente Umwälzpumpe benutzen. Der Solarpumpenbonus verhält sich ähnlich, denn den können Sie nur in Anspruch nehmen, wenn Sie eine besonders effiziente Solarpumpe verwenden und dann erhalten Sie 50 Euro je Pumpe.

Als letzte Bonusförderung gibt es den Effizienzbonus. Dieser ist in Stufe 1 (0,5 x Bonusförderung) und Stufe 2 (1 x Bonusförderung) unterteilt. Die Stufe 1 beinhaltet Gebäude (Baugenehmigung vor 1995), die den EnEV-Standard erfüllen oder Gebäude (Baugenehmigung nach 1994), die den EnEV-Standard um 30 Prozent unterschreiten. Sie fallen in die Stufe 2, wenn Ihr Gebäude (Baugenehmigung vor 1995) den EnEV-Standard um 30 Prozent oder Ihr Gebäude (Baugenehmigung nach 1994) um 45 Prozent unterschreitet. Diese Tatsache müssen Sie mit einem Energiebedarfsausweis nachweisen. Allerdings können Sie dann nicht mehr den Kombinations- oder Kesselaustauschbonus in Anspruch nehmen. Eine Kombination dieser Bonusförderungen ist nicht erlaubt.

Innovationsförderung nur zwischen 20 m² und 40 m² anwendbar

Die Innovationsförderung gilt nur dann, wenn Sie eine Kollektorfläche zwischen 20 m² und 40 m² besitzen. Wenn Sie dann diese Förderung beziehen wollen, können Sie keine anderen Boni zusätzlich nutzen. Im Gebäudebestand erhalten Sie immer 210 Euro/m². Ausnahmen sind die Kombianlage über 40 m² und die Solaranlagenerweiterung. Bei diesen Solaranlagen können Sie keine Innovationsförderung erhalten. Die Innovationsförderung für die Warmwasserbereitung, die Kombianlage unter 40 m² und die solare Kälteerzeugung im Neubau wird mit jeweils 157,50 Euro/m² bezuschusst. Die Prozesswärme im Neubau wird ebenfalls wie im Gebäudebestand mit 210 Euro/m² von der BAFA gefördert.

Antrag nach Inbetriebnahme stellen

Den Antrag auf Förderung des BAFA müssen Sie nach der Inbetriebnahme der Solaranlage stellen. Die Formulare dazu erhalten Sie auf der Website des BAFA. Eine Ausnahme ist die Innovationsförderung. Dieser Antrag ist vor Baubeginn zu stellen. Übrigens: Das BAFA stellt nicht nur Mittel für Solaranlagen zur Verfügungung. Auch eine Pelletheizung Förderung kann beim BAFA beantragt werden.

Wann kommt die Abwrackprämie für Heizungsanlagen?

Sonntag, 2. August 2009

Am 6. April diesen Jahres hat die Bundesregierung den Förderrahmen für die Abwrackprämie – oder offiziell Umweltprämie – auf 5 Milliarden Euro angehoben. Diese Prämie von 2.500 Euro wird bei der Verschrottung eines Gebrauchtwagens und gleichzeitigem Kauf eines Neuwagens unter bestimmten Voraussetzungen fällig. Neben anderen Kriterien müssen die Neuwagen die Abgasnorm “Euro 4″ erfüllen, um die Abwrackprämie zu erhalten. Vor allem der ökologische Nutzen der Abwrackprämie ist allerdings umstritten, Emissionsrechnungen belegen eine negative Ökobilanz. Die bei der Herstellung von Neuwagen verbrauchte Energie wird rechnerisch nicht durch die Emissionsveringerung beim Wechsel des PKW aufgewogen.

Abwrackprämie für alte Heizkessel

Bis zu vier Millionen Heizungsanlagen in Deutschland sind veraltet und jährlich kommen 300.000 weitere hinzu. Diese Zahlen vom ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima) zeigen, dass eine Klimazeitbombe in deutschen Kellern tickt. Die Grünen fordern ebenfalls die Umweltprämie für Heizungen und betonen neben der möglichen Einsparung von jährlich zehn Millionen Tonnen CO2 vor allem die Förderung der heimischen Heizungsbauer um Vaillant, Buderus und Co.

Forderung der Umweltprämie auch vom Zentralverband Heizung

Auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima, Michael von Bock und Polach, fordert in einer Pressemitteilung die Abwrackprämie für Heizungen. “Nur 12 Prozent aller Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten energieeffizient und umweltschonend. Eine Abwrackprämie für alte Heizungskessel wird nach unserer Überzeugung den Modernisierungsstau im Heizungskeller schlagartig auflösen”, erklärt von Bock und Polach.