Wärmepumpen werden oft als ökologische Heizalternative ohne jegliche CO2 Belastung angepriesen. Der Kontext regenerative Wärmeenergie liegt bei der Wärmepumpe nahe, sie entzieht der Umgebung – Erde, Grundwasser oder Luft – Wärmeenergie und pumpt die “gesammelte” Wärme in den Wohnraum des Besitzers. Die Wärmeenergie ist von der Sonne in Erde, Wasser und Luft gelangt, damit ist sie eine regenerative Energiequelle und die Wärmpumpe also eine sehr ökologische Heiztechnik, richtig?
Wärmepumpen verbrauchen Strom – Bei der Erzeugung wird CO2 ausgestoßen
Bei der Umwandlung der regenerativen Wärmeenergie verbraucht die Wärmepumpe Strom und davon relativ viel. Große Teile des deutschen Stroms kommen jedoch nicht aus regenerativen Quellen und bei der Erzeugung entsteht CO2. Bucht man zu seiner Wärmepumpe also keinen Öko-Strom ist es auch mit der Umweltfreundlichkeit nicht mehr so weit her.
Die Kältemittel in einer Wärmepumpe können der Umwelt schaden
Neben der Herkunft des verbrauchten Stroms ist zusätzlich zu beachten welches Kältemittel vom Hersteller in der Wärmepumpe eingesetzt wird. Viele Anbieter setzen hier auf FKW haltige Kältemittel. Beim regulären Betrieb der Wärmepumpe ist jedoch nicht zu vermeiden, dass kleine Mengen des Kältemittels in die Atmosphäre gelangen und beim Austritt von größeren Mengen, z.B. durch ein Leck in der Wärmepumpe, entsteht großer Schaden an der Umwelt.
Der Austritt FKW haltiger Kältemittel lässt sich nämlich in CO2 Äquivalente umrechnen: Der Austritt von 2 kg des Kältemittels FKW R404A beispielweise entwickelt den gleichen Einfluss auf das Klima wie 6,5 Tonnen CO2. Diese Menge Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung von 32.500 kWh Erdgas. Mit dieser Menge Gas kann man ein Standard-Neubauhaus knapp 3 Jahre lang beheizen.
Fazit – Bei Einsatz von Wärmepumpen auf Stromanbieter und Kältemittel achten
Die Kombination von Wärmepumpe mit falschem Stromanbieter und FKW haltigem Kältemittel kann also zu einer stärkeren Belastung der Umwelt führen, als dies z.B. bei einer konventionellen Gasheizung der Fall wäre. Hausbesitzer die sich Wärmepumpen auch aus ökologischen Beweggründen anschaffen, sollten diese zwei Punkte beachten, dann klappt es auch mit der umweltfreundlichen Heizung.
Ein Dank geht an Volker Quaschning, dessen ausführlicher Artikel dieser Fassung zu Grunde liegt.
